Wie Rauchmelder unser Leben retten

 

Jedes Jahr werden Tausende von Menschen Opfer von Bränden. Viele von ihnen sterben an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Aber solche Opfer können in Zukunft vermieden werden. Dabei helfen Rauchmeldern - kleinen Geräten, die einen lauten Ton von sich geben, wenn ein Feuer und Rauch im Raum entsteht. Dank diesem Tonsignal können auch schlafende Menschen rechtzeitig von einem Alarm geweckt und gerettet werden.

Wo in Deutschland werden Rauchmelder zu einer Pflicht?

Bundesweit sterben jedes Jahr mehr als 400 Menschen an den Folgen des Brandes. Mehr als die Hälfte von ihnen stirbt an einer Rauchvergiftung. Aber diese traurige Statistik kann geändert werden. Um die Zahl der Brandopfer zu verringern, hat die Bundesregierung auf gesetzlicher Ebene den Einbau von Brandmeldern in Wohn- und Büroräumen vorgeschrieben. Brandmeldern wurden zu einer Pflicht.Die Ausnahme sind nur einige Länder. Zum Beispiel in Brandenburg und in der Hauptstadt Deutschlands wurde eine Übergangszeit für Altbauten eingeführt. Bis Ende 2020 sollen jedoch alle Gebäude ausnahmslos mit Rauchmeldern ausgestattet sein. In allen Neubauten ist bereits ein Brandschutzsystem vorgesehen, bei Altbauten werden die Systeme entsprechend der Architektur angepasst.

Wie dient der Rauchwarnmelder der Brandprävention?

Die meisten Opfer des Feuers wurden mitten in der Nacht zu Hause gefasst. Das Gefährlichste beim Entzünden eines Feuers ist nicht einmal Feuer, sondern Rauch und giftige Gase, die bei der Verbrennung freigesetzt werden. Eine schlafende Person riecht im Traum vielleicht nicht einmal einen Geruch, aber ein Rauchmelder erkennt den Rauch genau und benachrichtigt Sie durch ein Alarmsignal.

Leider kann ein Rauchmelder oder ein Brandmelder einen Brand selbst nicht verhindern. Dieses Gerät reagiert, wenn bereits eine Entzündung aufgetreten ist. Ein lautes Signal warnt jedoch vor Gefahren, sodass Sie Zeit haben, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Der Rauchwarnmelder garantiert Ihnen ein Zeitvorteil, um einen brennenden Raum zu verlassen und die Feuerwehr anzurufen, damit der Feuer zeitnah beseitigt werden kann.

Wie wählt man einen guten Rauchmeldegerät aus?

Die Notwendigkeit eines Rauchmelders ist sicherlich klar. Man möchte jedoch gut gesichert zu einem vernünftigen Preis sein. Doch Sparen ist in diesem Fall nicht angebracht, da es nicht nur um Geld geht, sondern um Ihre Sicherheit und den Schutz Ihres Eigentums. Aber wie wählt man ein gutes Gerät, ohne Pech zu haben? Was ist das Wichtigste an einem Rauchmelder und worauf soll man achten?

Vor allem muss der Rauchwarnmelder den Rauch genau erkennen und laut darüber informieren. Außerdem sollte der Sensor einfach zu installieren und zu warten sein.

Es gibt einen speziellen Test - Stiftung Warentest, mit dem Sie feststellen können, wie gut ein bestimmter Rauchmelder ist. Bei diesem Test erhält jedes Gerät eine Gesamtbewertung, die laut folgenden Kriterien gezählt wird:

  • Zuverlässigkeit Warnung macht 50% der Bewertung

  • Signalvolumen - 15%

  •  Einfache Handhabung und Installation - 25%

  • Stärke - 5%

  •  Anerkennung - 5%

Wenn der Rauchmelder den Test nach allen Kriterien erfolgreich bestanden hat, erhält es ein spezielles Abzeichen mit dem Buchstaben Q, das die hohe Qualität dieses Produkts anzeigt.

Es werden nur Geräte mit stationärer Batterie geprüft. In diesem Fall erhalten die Geräte jedoch eine Garantie von zehn Jahren.

Überlegen Sie, ob sie den Rauchmelder mit einer verwechselbaren Batterie oder einem feststehenden Akku wollen.

Falschalarm: woran kann das liegen?

Ein hochwertiger Brandmelder sollte ein hohes Maß an Schutz gegen Falschalarme bieten. Manchmal können Sie den Ton eines Weckers oder eines Batterieladesignals mit dem Ton eines Feueralarms verwechseln, aber dies ist nicht der Fall.

Von Zeit zu Zeit funktionieren die Rauchmelder offenbar nicht richtig und piepen auch, wenn es keine Entzündung und keinen Rauch gibt. Es ist wichtig zu verstehen, was ein falsches Signal provoziert hat. Es gibt zwei Arten von Falschalarmen - Täuschungsalarm und Fehlalarm.

Bei dem Täuschungsalarm kann ein Sensor ausgelöst werden, wenn Staub, Insekten oder Wasserdampf in ihn eindringen. Es kann jegliche mechanische Einwirkung sein. Da diese Faktoren die Infrarotlampe des Rauchwarnmelders berühren, kann dieser nicht erkennen, ob es sich um Rauch handelt oder nicht. Aus diesem Grund wird ein Alarm ausgelöst.

Um Täuschungsalarm zu vermeiden, empfiehlt es sich, an Orten wie Bad oder Küche einen Wärmesensor statt Rauchwarnmelder zu verwenden, der eher auf plötzliche Temperaturänderungen reagiert. Für die Küche können Sie optional einen spezialisierten Herdalarm installieren.

Bei Fehlalarm löst ein Rauchmelder einen Alarm aus, wenn die Melder-Messtechnik defekt oder beschädigt ist. So kann ein Ausfall der anfälligen Gerätekomponenten oder eine Fehlfunktion zu einem fehlerhaften Alarmsignal des Rauchmelders führen. Beachten Sie bitte: Beschädigte Rauchmelder müssen unbedingt durch neue Geräte ersetzt werden. Reduzieren Sie außerdem das Risiko von Fehlalarmen, indem Sie beim Kauf von Rauchmeldern auf das Gütezeichen „Q“ achten.

In welchen Räumen sollten Rauchmelder am besten platziert werden?

Es ist zu beachten, dass gesetzlich Rauchwarnmelder in allen Schlafzimmern, sowie in Kinderzimmern, eingerichtet werden müssen. Solche Sensoren sollten auch in den Fluren installiert werden, die im Falle einer Evakuierung verwendet werden können.

Wenn Sie in Berlin leben, müssen Sie auch Rauchsensoren in den Wohnräumen anbringen. Für Einwohner Baden-Württembergs wird empfohlen, Rauchmelder in allen Räumen zu installieren, in denen Sie möglicherweise schlafen können. Das heißt, Gästezimmer müssen auch vor dem Brandrauch gesichert werden.

Wir empfehlen auch die Installation von Rauchmeldern in Arbeitsräumen, wo es Computerausrüstung gibt. Bei Störungen können diese Geräte zu schmelzen beginnen und giftige Gase ausstoßen. Ein anfälliger Brandrauchmelder kann dies verhindern, sodass Sie vor dem Einatmen giftiger Substanzen bereits von dem Brandmelder gewarnt werden.

Wenn Sie Brandmelder in Büroräumen anbringen möchten, beachten Sie, dass ein Sensor nur 60 Quadratmeter abdeckt. Stellen Sie sicher, dass der Raum eine ausreichende Anzahl von Geräten hat.

Auf die Frage, ob es sich lohnt, den Brandrauchsensor in der Küche oder in der Garage zu platzieren, werden wir weiterhin antworten. 

Rauchwarnmelder in der Küche – funktionieren sie da korrekt?

Wie bereits erwähnt, gibt es Anweisungen, nach denen Rauchmelder im Haus platziert werden. Aber was ist, wenn Sie andere Teile des Hauses sichern möchten?

Es ist verständlich, warum Sie ein ähnliches Rauchwarnmelder in Ihre Küche stellen möchten. Laut Statistik treten in diesem Raum fast 40% der Brände auf. Das ist nicht verwunderlich, denn außer dem Herd in der Küche oft viele verschiedenen Heizgeräte und Elektrogeräte gibt. Ein elektrischer Wasserkocher, eine Mikrowelle, ein Waffeleisen, ein Kühlschrank - jedes Gerät kann sich beispielsweise bei einem Kurzschluss entzünden. Da solche Geräte häufig Kunststoffteile enthalten, kann das Einatmen von Rauch beim Brandfall leider tödlich sein.

Ein herkömmlicher Rauchmelder ist für die Küche jedoch höchstwahrscheinlich nicht geeignet. Aufgrund der hohen Temperaturen und des Dampfes, die während des Kochens oder Geschirrspülens auftreten, kann der Alarm ausgelöst werden, wenn kein Feuer vorhanden ist. Das Heißt, ein Fehlalarm ist in solchen Umständen möglich. Daher wird für die Küche eine Alternative benötigt. Sie können Herdalarm als Ersatz von Brandmelder verwenden. Es warnt vor giftigen Dämpfen und Feuer. Ein spezieller Sensor wird mit einem Magneten an der Haube befestigt. Dieser erkennt, wenn der Herd, das Essen oder andere Gegenstände auf dem Herd zu heiß werden, und warnt Sie mit einem lauten Piepton.

Wenden Sie sich am besten an einen Spezialisten, der Ihnen bei der Auswahl eines Rauchmelders für die Küche in Ihrem speziellen Fall hilft.

Kommunikationsrauchmelder: ist die Funktion der Vernetzung in eurem Fall nützlich?

Rauchmelder mit Kommunikationsfunktion ermöglichen es, die Sensoren im selben Raum miteinander zu verbinden. Wenn also ein Rauchwarnmelder ausgelöst wird, ertönt vom Rest auch eine Warnung vor der Gefahr.

In welchen Räumen könnten solche vernetzten Geräte installiert werden?

  1. Erstens wäre dies in großen Bürogebäuden oder Freiräume angebracht, in denen das Geräusch eines Feueralarms in einem Teil des Gebäudes in einem anderen Teil höchstwahrscheinlich nicht zu hören ist. Für eine erfolgreiche Evakuierung von Menschen ist es sinnvoll, Rauchmelder untereinander zu verbinden, damit alle Personen im selben Raum rechtzeitig den Gefahrenraum verlassen können.

  2. Zweitens wäre die Aufstellung von miteinander verbundenen Rauchmeldern in Hochhäusern angebracht. Wenn sich eine Person auf einer anderen Etage oder in einem abgelegenen Teil des Hauses befindet, hört man kaum den Alarm. Dank der Funktion der Vernetzung kann man auch vom Keller einen Alarmton deutlich hören und ergreift rechtzeitig die erforderlichen Maßnahmen.

Wenn Sie ein einstöckiges Haus oder eine kleine Wohnung haben, ist eine solche Funktion für Sie nutzlos. Diese erhöht nur künstlich den Preis ihres Rauchmelders, ohne Nutzen zu bringen.

 Wie montiere ich selbstständig Rauchmeldegeräte in meinem Haus?

Die Installation von Rauchmeldern ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Die Qualität der Einbau bestimmt, wie das Gerät funktioniert und ob es Sie zum richtigen Zeitpunkt vor einem Brand bewahrt.

Es gibt einige allgemeinen Regeln, die für fast alle Rauchmelder gelten:

  • Der Rauchmelder muss immer horizontal auf einer ebenen Fläche installiert werden. Befindet sich Ihr Schlafzimmer beispielsweise direkt unter dem Dach mit Schrägen, sollten Sie sich mit einem Spezialisten beraten, welchen Sensor Sie kaufen sollten. Gewöhnliche Rauchmelder erlauben eine Neigung von maximal 20 Grad.

  • In der Regel werden Rauchmelder an der Decke montiert. Nach den Gesetzen der Physik steigt der Rauch eines Feuers auf, sodass es einfacher ist, ihn oben aufzufangen. Eine Ausnahme machen nur Herdalarme – da festigt man das Gerät an der Haube.

  • Der Sensor muss genau in der Mitte des Raumes installiert werden. Wenn Ihr Raum nicht rechteckig ist und es für Sie schwierig ist, die Mitte des Zimmers zu bestimmen, wenden Sie sich an einen Spezialisten.

  • Vermeiden Sie beim Einbau eines Rauchmelders Orte, die sich in der Nähe der Lüftung oder in Zugluft befinden. Übermäßige Luftbewegungen können die korrekte Arbeit des Rauchsensors beeinträchtigen.

In der Regel wird das Gerät an der Decke verschraubt, es können aber auch Magnete oder Klebeflächen für Montage verwendet werden.

Um hundertprozentig sicher zu sein, dass die Installation ordnungsgemäß durchgeführt wurde, sollten Sie die Installation von Rauchfängern mithilfe von Meistern durchführen.

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